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Jahresrückblick 2018

 

2018 war ein ereignisreiches Jahr für die niedersächsischen Muschelfischer, u.a. durften wir den neuen Umweltminister Olaf Lies sowie die neue Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast an Bord begrüßen, wir haben im August bei bestem Wetter unser Muschelfest gefeiert und letztendlich haben wir nach einem langwierigen und aufwendigen Verfahren unser MSC-Nachhaltigkeits-Siegel erfolgreich um weitere 5 Jahre verlängert.

Aus fischereilicher Sicht jedoch war 2018 wieder ein sehr schwieriges Jahr: wenig Besatzmuscheln wurden gefischt, wenig Speisemuscheln verkauft, schlechte Preise erzielt.

2016 fand zuletzt in größerem Umfang eine Besatzmuschelfischerei statt und das überwiegend von sublitoralen Jungmuschelbänken auf der Ems. Die dann auf den Kulturen ausgebrachten Muscheln fielen mehreren starken Sturm- und Orkanereignissen 2017 zum Opfer, so dass auf den Kulturen nur wenige Muscheln zum Verkauf als Speisemuscheln (für 2018) heranwachsen konnten. Hinzu kam, dass von niederländischer Seite aus, auf der Ems 2017 umfangreiche Baggerarbeiten stattfanden (6,5 Mio m³ Baggerungen und Verklappungen, um die Anfahrt nach Eemshaven zu vertiefen), so dass die Kulturen auf der Ems unter einer "braunen Suppe" begraben wurden.

2018 startete mit einem milden Winter bis Februar mit viel Regen und Wind (am 18. Januar das Sturmtief "Friederike"), dann gab es einen Kälteeinbruch mit Frost bis Mitte März. Es gab Eis im Watt und gleichzeitig einen starken Ostwind, so dass der Wasserstand fiel und das Eis über die Wattflächen schob. Dadurch gab es starke Schäden auf den Kulturen und zudem wurden durch das Eis Austern flächendeckend über die Kulturen verteilt.

Ab Ostern wurden die Langleinen auf ihre Kulturen in der Jade ausgebracht. Es gab eine schnelle und gute Besiedlung, die zu einer zufriedenstellenden Ernte an Langleinen-Saatmuscheln führte.

2018 brachte ein Jahrhundertsommer, mit einer Hitzeperiode von Juni bis August. Dabei wuchsen die Muscheln nur schlecht, sie hatten keinerlei Schalenwachstum. Der Verkauf an der niederländischen Muschelauktion startete schlecht, die Muscheln waren relativ klein und dadurch die Preise niedrig.

Es gab in diesem Jahr einen mäßigen Nachwuchs an Jungmuscheln, wenig Saat konnte gefischt werden. Besatzmuschelfischerei fand auf der Ems und Weser, auf einer Bank südlich von Spiekeroog sowie bei Minsener Oog statt. Zwei weitere Muschelbänke im Bereich der Osterems wurden durch den ersten Herbststurm am 21. September und dann dem weiteren Sturm "Sieglinde" am 23. Oktober abgetrieben, bevor dort gefischt werden konnte.   

Ca. 2.000 Tonnen Muscheln wurden verkauft. Es war das 4. Jahr infolge mit schlechten Preisen. Eigentlich sollte dem durch die Gründung einer Cooperation zur Preisstabilität in den Niederlanden entgegengewirkt werden, was allerdings nicht geklappt hat. Zum Herbst hin sind die Preise derart gefallen, dass Anfang Oktober für die beste Ware unter 1€ pro kg gezahlt worden ist und ein Muschelfischereibetrieb den Verkauf daraufhin gänzlich eingestellt hat.



Information zu der erneuten MSC-Zertifizierung sowie die Vorträge vom Muschelfest finden Sie unter Info.

Bilder zu den Muschefesten sowie anderen Ereignissen finden Sie unter Bilder

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